TV Cronenberg II – SC Phönix: 1. MĂ€nner 25:27 (12:12)

Derbysieg

Der Sieg aus der letzten Woche war, wie bereits geschrieben, kein Maßstab fĂŒr den Leistungsstand unserer Truppe. Das sah diese Woche schon ganz anders aus. Sicherlich, die Abwehrleistung gegen Altendorf in der 2. Halbzeit machte Mut und gab uns auch die nötige Sicherheit, dass wir es können. Was diese Erkenntnis aber letztendlich wert ist, sollte sich erst gegen den Frohnhauser Tabellennachbarn zeigen. Im Derby wollten die Cronenberger alles aufbieten, was Rang und Namen hat, und so war es nicht ĂŒberraschend, dass die 2. Mannschaft des TV bestĂŒckt war, mit Spielern der letztjĂ€hrigen 1. Mannschaft. Das wussten wir, und schocken konnte uns damit keiner. Wir wollten den Drive aus dem Altendorfspiel mitnehmen und aus einer sicheren Abwehr, gute Angriffe einleiten und das gelang zu Beginn des Spiels auch vorzĂŒglich. Gute Abwehrarbeit, schnelle TempogegenstĂ¶ĂŸe und Zack 3:0 fĂŒr uns. Erst Mitte der ersten Halbzeit fanden die Cronenberger Jungs besser ins Spiel und konnten erstmals zum 8:8 ausgleichen. Wo in vorangegangenen Spielen unserer jungen Truppe die Muffe ging, spielten wir jetzt konzentriert und cool weiter, es war ja nichts passiert. Die Mannschaft wĂ€chst immer mehr zusammen und ist jetzt sogar schon in der Lage, eine gewisse Routine an den Tag zu legen, um bei einem Negativerlebnis nicht direkt einzubrechen. In FĂŒhrung gehen konnte der Gastgeber in der ersten Halbzeit nie und so ging es mit einem 12:12 Unentschieden in die Kabinen. Ja, wir hatten einen 3-Tore-Vorsprung verspielt, hielten aber dem Sturmdrang der Cronenberger stand und wehrten uns. Eine Cronenberger Truppe in dieser Besetzung kann sicherlich Oben mitspielen und so verwundert es schon ein wenig, warum der Tabellenstand ein anderes Bild zeigt. Ich kann mit nur vorstellen, dass der TVC nicht immer in dieser Konstellation spielt.

Klare Ansagen in der Halbzeitpause fĂŒhrten dazu, dass unsere Truppe hoch motiviert und mit der Gewissheit ob der eigenen LeistungsstĂ€rke die zweiten 30 Minuten angingen. Es wird mittlerweile allen bewusst, was wir erreichen können, wenn die Trainingseinheiten umgesetzt werden. Nicht arrogant oder gar hochnĂ€sig, aber selbstbewusst wollten wir auftreten und taten das auch. So konnten wir zu Beginn der zweiten Halbzeit erneut auf drei Tore wegziehen. Leider wurde es durch zum Teil unkonzentrierte AbschlĂŒsse versĂ€umt, den Deckel drauf zu machen und so kamen die Cronenberger wieder heran. Eine unglĂŒckliche Aktion kurz vor Schluss bescherte uns beim Stand von 25:25 eine 2 Minuten Zeitstrafe. Das sollte natĂŒrlich unbedingt vermieden werden, denn jetzt war sogar der sicher geglaubte Punkt in Gefahr. Mit kĂŒhlem Kopf und dem unbedingten Willen die 2 Punkte aus fremder Halle zu entfĂŒhren, gelang es uns in Unterzahl, einen 2-Tore-Vorsprung heraus zu werfen und die Halle letztendlich verdient als Sieger mit 27:25 fĂŒr den SCP zu verlassen. Was dieser Sieg auch fĂŒr die Moral und das Selbstbewusstsein der Truppe Wert ist, zeigte sich direkt nach dem Spiel. Es gibt nichts Schöneres als einer jungen Truppe beim Jubeln und Feiern zuzusehen. Es war knapp aber letztendlich auch verdient. Das die Feierlichkeiten nicht in der Raumer Halle endeten, brauche ich an dieser Stelle nicht extra zu erwĂ€hnen, die Mannschaft hĂ€lt eben zusammen, natĂŒrlich auch beim Feiern. Besonders zu erwĂ€hnen ist es, dass die Cronenberger Jungs sich als faire Verlierer erwiesen und uns zum Sieg gratulierten. So sollte das VerhĂ€ltnis zum Nachbarn sein. Vielen Dank an den gut leitenden Schiedsrichter, der genauso zum fairen Spiel beigetragen hat, wie die Ruhe und Besonnenheit unserer Mannschaft. Ich denke so allmĂ€hlich kommen wir auch bei den Schiedsrichtern in ein besseres Fahrwasser und das ist auch gut so. Danke auch an Marvin und Ralf sowie an den SCP Support, der das AuswĂ€rtsspiel zu einem Heimspiel verwandelt hat. Weiter so.

Frank