SC Phönix: 1. MĂ€nner – ETB SW Essen 3M 21:22 (9:11)

Kein Spiel fĂŒr schwache Nerven

Mit einem 7-Meter in letzter Sekunde konnte uns die dritte Mannschaft des ETB eine unglĂŒckliche Heimniederlage beibringen. Das war bestimmt kein Spiel fĂŒr schwache Nerven. Mit dem Ausfall von gleich sechs StammkrĂ€ften stand das Spiel von vornherein unter keinem guten Stern, doch wir wollten nicht jammern, sondern beweisen, dass unsere Bank die QualitĂ€t aufweist, von der an dieser Stelle immer geschrieben wird. Obwohl unsere eigene dritte Mannschaft direkt nach uns antreten musste, stellten sich Andre und Rene zur VerfĂŒgung, die Löcher in der Personaldecke zu stopfen, hierfĂŒr vorab schon einmal vielen Dank. Die angesprochene SchwĂ€chung der Truppe war schon deutlich zu spĂŒren. Es gaben sich alle die grĂ¶ĂŸte MĂŒhe, doch fehlte es natĂŒrlich am Spielfluss nach vorne und Absprachen in der Deckung. Wir sind im Deckungsverband einfach nicht schnell genug, um die Löcher zu schließen, die eine ausgebuffte Truppe reißen kann. Im Angriff fehlt es am Durchsetzungsvermögen und dem absoluten Willen, ein Tor zu erzielen oder einen 7-Meter heraus zu holen. Wie man es macht, zeigte uns die Leihgabe der dritten Mannschaft Andre. Mit Biss zog er an seinem direkten Gegenspieler vorbei und suchte bewusst den Weg durch die Schnittstelle. Er schonte sich dabei nicht und das war ihm am Ende des Spiels auch deutlich anzusehen. GekĂ€mpft bis zum Schluss und alles gegeben, das konnten nicht alle von sich behaupten. Den persönlichen Einsatz und die Bereitschaft, dahin zu gehen, wo es auch einmal weh tut, kann man nicht trainieren. Das ist eine Einstellungssache, die sicher bei jedem da ist, aber manchmal noch im Verborgenen schlummert. Wir sind halt noch eine junge Truppe, die noch an Erfahrung gewinnen muss und dies auch tut. Es war von Beginn an ein sehr umkĂ€mpftes Spiel, sodass keine der beiden Mannschaften weg ziehen konnte. Eine Unkonzentriertheit kurz vor Schluss der ersten Halbzeit bescherte uns einen zwei Tore RĂŒckstand von 9:11 statt eines Remis. Auch daran muss gearbeitet werden, wir dĂŒrfen nicht hektisch werden und besonnen unsere Chancen suchen.

Die zweiten 30 Minuten begannen wie die Ersten aufgehört hatten. Das Spiel ging hin und her. Wir konnten zwar nie in FĂŒhrung gehen waren aber immer dran. Zum Ende des Spiels verloren wir ein wenig den Faden und vielleicht auch ein wenig den Glauben, das Ding noch umbiegen zu können. Der ETB spielte seine ganze Routine aus und zog auf 16:20 davon. Was aber wie der sichere Sieg fĂŒr den ETB aussah, entpuppte sich als Chance fĂŒr unsere Jungs. Auf einmal waren sie da, der Kampfgeist und der Wille. Wir konnten zum 20:20 ausgleichen und waren jetzt unter Volldampf. Diesen Einsatz und Mut von Beginn an und wir wĂ€ren nicht in diese Situation geraten. Dass wir letztendlich in letzter Sekunde durch einen 7-Meter verloren haben, ist mehr als unglĂŒcklich und auch nicht verdient. Leider hatten nicht nur unsere Jungs einen schlechten Tag erwischt. Das Fazit dieser Partie ist, dass wir im RĂŒckspiel sicher eine andere Mannschaft auf der Platte stehen haben und dass man uns jetzt erst Recht noch nicht abschreiben soll. Vielen Dank an die Jungs aus der Dritten, an Marvin und an alle Fans, die sicherlich ein spannendes Spiel gesehen haben. Vielleicht das nĂ€chste Mal mit einem besseren Ausgang fĂŒr den SCP. Wir machen jetzt erst einmal Pause und hoffen, Euch nach den Ferien wieder zu sehen. Nur der SCP

Frank