LĂŒttringhauser TV – HSG Phönix/Werden: 1. Frauen 18:19 (12:10)

Die HSG Phönix/Werden feierte am Wochenende einen 19:18-AuswĂ€rtssieg beim LĂŒttringhauser TV und bleibt so weiterhin an der Tabellenspitze

Einen echten Handballkrimi erlebten die Zuschauer am Samstagnachmittag in LĂŒttringhausen. Gegen den Tabellendritten wurde schon in den ersten Minuten klar, dass es eine ganz enge Kiste werden wĂŒrde. Auf beiden Seiten fielen wenig Tore und die Abwehrreihen standen gut. Als die Essenerinnen nach der ersten Viertelstunde mit 4:2 in FĂŒhrung gingen, stellte der Gastgeber die Abwehr auf eine 5-1-Formation um und sorgte so fĂŒr totale Verunsicherung bei der HSG. FehlpĂ€sse in die Arme des Gegners, nicht gefangene BĂ€lle und wenig Bewegung im Angriff sorgten dafĂŒr, dass wieder ausgeglichen werden konnte. Dazu kam, dass die eigene StĂ€rke, das Tempospiel, gar nicht funktionierte. Nur guter (Lauf)Arbeit zurĂŒck und Paraden der TorhĂŒterinnen Anni Gröning und Natze Schuster war es zu verdanken, dass man zur Pause nur mit 10:12 zurĂŒck lag.

In der zweiten Halbzeit zeigte sich ein Ă€hnliches Bild: Die Abwehr der HSG stand sicher, aber gewonnen BĂ€lle wurden zu schnell wieder weggeworfen oder nicht gefangen. Dazu kamen viele 100-prozentige Torchancen, die nicht genutzt wurden, und so lief man trotz Überlegenheit immer einem knappen RĂŒckstand hinterher. Beim Stand von 15:14 drehte die HSG kurzfristig auf und erspielte sich 10 Minuten vor dem Ende durch drei Tore in Folge eine kleine FĂŒhrung. Entscheidend waren hier wie im gesamten Spiel die sicher verwandelten Siebenmeter von Nadine Michels.

Leider wurde nach der FĂŒhrung im Angriff viel zu hektisch agiert und so konnte LĂŒttringhausen durch zwei TempogegenstĂ¶ĂŸe wieder ausgleichen. In der letzten Spielminute ging es dann turbulent zu. Die HSG erzielte zunĂ€chst ĂŒber den Kreis die 19:18-FĂŒhrung und den Gastgeberinnen blieben noch 40 Sekunden Zeit fĂŒr einen letzten Angriff. Nach einer normalen Abwehraktion verhĂ€ngten die zuvor sehr souverĂ€nen Schiedsrichter eine fragwĂŒrdige Zeitstrafe und entschieden dann einige Sekunden vor Schluss auf Siebenmeter.

Natze Schuster parierte den Wurf mit einem grandiosen Reflex und sicherte so den Sieg.

Der Jubel war natĂŒrlich groß, schließlich konnte man sich ĂŒber zwei wichtige Punkte gegen einen starken Gegner freuen. In den nĂ€chsten Spielen sollten aber die vielen technischen Fehler gerade im Spiel nach vorne abgestellt werden, damit die HSG auf dem ersten Tabellenplatz â€žĂŒberwintern“ kann.

Die Tore fĂŒr die HSG warfen: Michels (7), Osterwald (4), Renker, Roth (je 2), Kieschke, Scheid, Winnesberg (je 1)