HSG am Hallo Essen 3M – SC Phönix: 1. MĂ€nner 27:33 (13:10)

Eine erste Standortbestimmung

Das Spiel zur Saisoneröffnung am letzten Sonntag gegen unsere 2. Mannschaft konnte nicht der Maßstab fĂŒr die gesamte Saison sein, das war uns allen klar. Das erste AuswĂ€rtsspiel war da schon ein anderes Kaliber und eine echte Standortbestimmung. Gegen die großen Jungs derHSG 3 haben wir uns bereits in der letzten Saison schwer getan und auch Federngelassen. Doch wer im Konzert der Großen mitspielen will, muss auch den schweren Gang zum Hallo antreten und dort bestehen. Aus den A-Jugendlichen sind im Laufe von 3 Jahren MĂ€nner geworden, die sich von Parolen oder Beschimpfungen von der TribĂŒne nicht mehr abschrecken lassen und in einem kampfbetonten Spieldagegen halten. Doch zu Beginn der Partie sah es eher nicht so aus, dass wir den Kampf annehmen wĂŒrden. Wir bekamen den RĂŒckraum der HSG einfach nicht in den Griff und so schlug es ein um das andere Mal ohne Gegenwehr in Tims Kasten ein. Die Routiniers der HSG haben immer noch was drauf und das stellten sie auch mit platzierten und harten WĂŒrfen unter Beweis. Auch die Deckung der HSGler stand massiv und robust an 6-Meter. Es gab einfach kein Durchkommen. Zu zaghaft und fast Ă€ngstlich wurden die ersten Angriffe vorgetragen, da musste mehr kommen. Mehr kam aber zunĂ€chst von der HSG, die Mitte der ersten Halbzeit auf 10:5 wegziehen konnte. Ein 5-Tore-Vorsprung reicht eigentlich schon, um eine Partie nach Hause zu schaukeln, erst recht, wenn so viel Erfahrung in einer Mannschaft steckt und diese Mannschaft auch nicht schwĂ€chelt. Mit etwas mehr Selbstvertrauen und ein wenig GlĂŒck konnte der RĂŒckstand aber auf drei Tore verringert werden, was wieder Mut machte, das Ding doch noch umzubiegen. Wer es bis dato noch nicht begriffen hatte, wusste jetzt Bescheid, es wird schwierig, aber es ist machbar.

Sehr sachlich wurden die Fehler in der Kabine angesprochen. Es ist gut zu sehen, dass auch Einzelkritik auf fruchtbaren Boden fĂ€llt und die Jungs diese annehmen und umsetzen. Wir habeneine tolle Truppe, in der der Teamgeist einfach stimmt. BestĂ€tigt wurde das in der zweiten Halbzeit. Zwar wogte das Spiel immer noch hin und her, wir bekamen aber immer Zugriff auf die Halben, bei denen so nach und nach die Kraftnachließ. Wir nahmen den Kampf jetzt an und das merkten auch die Jungs der HSG. Als wir Mitte der 2. Halbzeit erstmals mit 19:20 in FĂŒhrung gehen konnten, machte sich auf Seiten des Gegners Unmut breit und man wusste sich nicht mehranders zu helfen, als zu gröberen Mitteln zu greifen. Unser schnelles Konterspiel forderte bei der HSG seinen Tribut und tat ein Übriges. Ich betone ganz bewusst, dass es ein sehr faires Spiel war, welches der sehr gut leitende Unparteiische jederzeit im Griff hatte, aber Fouls und Undiszipliniertheiten mĂŒssen nun mal bestraft werden. Plötzlich standen nur noch 3 HSGler auf der Platte und wir konnten auf sechs Tore wegziehen. Dass auch wir zwischenzeitlich nur mit vier Spielern auf der Platte standen, spielte heute keine Rolle mehr, der SCP war „on fire“ und verteidigte den Vorsprung souverĂ€n und diszipliniert. So konnten die wieder sehr zahlreich mitgereisten SCP-Fans am Ende ein 27:33 Sieg bejubeln. Vielen Dank fĂŒr Eure UnterstĂŒtzung, die immer fair und vorbildlich ist. Auch Marvin wieder herzlichen Dank fĂŒr Deinen Einsatz am Kampfgericht, hast wieder einen guten Job gemacht. Ein Sonderlob geht heute an Tim im Tor, der den kranken Stephan ĂŒber 60 Minuten ersetzen musste und an unsere drei Top-TorschĂŒtzen Simon, Jannik und Paul, die zusammen 23 Treffererzielen konnten. Danke auch an Mario, der sich trotz gesundheitlicher Probleme auf die Bank setzte und sich so in den Dienst der Mannschaft stellte, eine geile Truppe eben. Bis zum nĂ€chsten Sonntag um 11:00 Uhr an der Raumerstr. gegen die 2. Mannschaft von Cronenberg. Nur der SCP.

Frank