SG 1 Altendorf/Ruhr 1M – SC Phönix: 1. MĂ€nner 31:30 (11:12)

30 Tore reichen nicht zum Sieg

Beim Absteiger aus der Bezirksliga Altendorf/Ruhr reichten 30 Tore nicht zum Sieg. Wer 30 Tore in Des Gegners Halle wirft, sollte das Spiel eigentlich gewinnen, zumal die Abwehr im letzten Spiel gegen Cronenberg stabiler stand, als zu Beginn der Saison. Leider war dem nicht so und wir fingen uns die meisten Gegentore der bislang noch jungen Saison ein. Mit Jan-Lukas und Florian fehlten erneut zwei StammkrĂ€fte, dazu kamen weitere angeschlagene Spieler, sodass man nicht von optimalen Voraussetzungen sprechen kann. Als Entschuldigung wollen wir das aber nicht durchgehen lassen. Unsere Bank ist stark genug um diese AusfĂ€lle zu kompensieren. Wir begannen konzentriert und treffsicher. Wie geplant konnte Felix ĂŒber Außen direkt die ersten Chancen nutzen und wir waren von Beginn an Vorne. Zu diesem Zeitpunkt stand die Abwehr noch gut und wir ließen in den ersten 15 Minuten nur drei Treffer zu. Obwohl zu diesem Zeitpunkt auch schon einige Fahrkarten geschossen wurden, fĂŒhrten wir mit 6:3. Alles war gut und wir konnten das quirlige Spiel der Altendorfer unter Kontrolle halten. Leider machte sich bereits in der ersten Halbzeit bei einigen Akteuren ein erheblicher KrĂ€fteverschleiß bemerkbar, der zu diesem Zeitpunkt nicht hĂ€tte auftreten dĂŒrfen. Keine Kraft, keine Konzentration, keine schnellen Beine, kein schnelles Verschieben ist gleichbedeutend mit Chancen fĂŒr den Gegner. Zu einfach konnte man sich im 1 gegen 1 durchsetzen, wenn dann die Hilfe fehlt, hagelt es freie WĂŒrfe von sechs Metern und 7-Meter-StrafwĂŒrfe. Beides gab es fĂŒr die Altendorfer/Ruhr im Überfluss. Bei insgesamt neun Siebenmetern von denen sieben verwandelt wurden, liegt unsere AbwehrschwĂ€che offen auf dem Tisch. FĂŒr uns wurde im Übrigen kein einziger 7-Meter gepfiffen, was auch OK war, wir gaben dem Schiedsrichter auch keine Gelegenheit dazu. Unser Spiel war zu statisch und unbeweglich, lediglich aus dem RĂŒckraum und durch Einzelaktionen konnten wir uns gefĂ€hrlich machen und Tore erzielen. Immerhin gingen wir mit einer 11:12 FĂŒhrung in die Kabinen, die auch hĂ€tte höher ausfallen dĂŒrfen, wenn beide Mannschaftsteile konzentrierter zur Sache gegangen wĂ€ren

Obwohl einige bereits nach der ersten Halbzeit auf dem letzten Loch pfiffen, kann man unseren Jungs den Kampfgeist nicht absprechen. So wurde die zweite Halbzeit nichts fĂŒr schwache Nerven. Das Spiel wogte hin und her und keine der beiden Mannschaften konnte sich mit mehr als einem Tor absetzen. Eine wirklich spannende und nervenaufreibende 2. Halbzeit, die gar nicht so spannend hĂ€tte verlaufen mĂŒssen. Nahezu jeder Angriff des Gegners endete vom 7-Meter-Punkt, einem freien Wurf oder mit einer Hinausstellung. Einer fitten Truppe wĂ€ren diese Abwehrschnitzer nicht passiert und so konnten unsere guten RĂŒckraumschĂŒtzen Paul und Christian immer nur dafĂŒr sorgen, dass der Gegner nicht wegzog. Es ist einfach auf einen Nenner gebracht, wenn wir neun berechtigte Siebenmeter kassieren und vier Zeitstrafen erhalten, sind die Probleme offensichtlich, macht Euch mal Gedanken dazu. Auch wir machen uns Gedanken dazu und werden versuchen dies abzustellen, die zwei Punkte allerdings sind weg und können wieder einmal das ZĂŒnglein an der Waage sein. Unseren zahlreich erschienenen und uns lautstark unterstĂŒtzenden Fans gilt ein besonderer Dank, es tut uns leid, es kann nicht immer alles klappen und so sahen wir eine letztendlich sehr unglĂŒckliche 31:30 Niederlage. Das Sonderlob geht dieses Mal an Marvin, der am Kampfgericht keinen leichten Stand hatte und an unsere Fans, die uns bis zur letzten Sekunde unterstĂŒtzt haben. Wir kommen wieder zurĂŒck in die Spur und werden gegen den ETB Schwarz Weiß Essen eine andere Truppe auf der Platte stehen sehen, versprochen. Nur der SCP

Frank